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Woche der Wahrheit

Fünf Spiele bis zum Ende der regulären Saison, drei Spiele davon stehen in der aktuellen Woche an: Am Mittwoch, 26.2.2025, kommen die Pinguins aus Bremerhaven in die Nix Eissporthalle (Spielbeginn 19.30 Uhr), am Freitag gastieren die Löwen dann bei einem ihrer direkten Konkurrenten in Schwenningen (Helios-Arena, ab 19.30 Uhr). Weitere zwei Tage später gibt sich dann der Tabellenführer aus Ingolstadt in Frankfurt die Ehre (Sonntag, 2.3.2025) NIX Eissporthalle, ab 14.00 Uhr). Tickets für die Heimspiele gibt es natürlich im Löwen Ticket Shop. MAGENTA SPORT überträgt, wie gewohnt, alle Partien live und in Farbe.

Pinguins Bremerhaven: Über die Löwen zurück in die Spur
Die Pinguine von der Küste spielten bis zum Beginn des Jahres wie ein Titelkandidat. Zwar nicht an der Tabellenspitze, aber mit einen Gegentorschnitt von <1,7 pro Spiel mit der weitaus besten Defensive der Liga. Dann allerdings kassierten die „Fischtowner“ in elf Spielen satte acht Niederlagen und rutschten in der Tabelle aus den Top-4. Selbst gegen Augsburg unterlagen die Pinguine. Ein 5:1-Heimsieg gegen die Löwen am vergangenen Freitag befreite das Team von Alexander Sulzer aber etwas, am Sonntag folgte ein 3:2 über Iserlohn.
Nur 101 Gegentore sind immernoch das defensive Maß der Dinge in der Liga, auch im Penalty-Killing ist Bremerhaven (81,74%) nur knapp ein Prozent schlechter als das beste Unterzahlteam aus München (zum Vgl. Löwen: 80,81 %). Überhaupt sind die Special Teams eine große Stärke der Pinguins, denn auch das Powerplay (26,40 %) liegt auf Rang 3. 33 der 143 Treffer erzielte sie in Überzahl. Die Corsi-Quote (51,21 %) fällt diesen Zahlen gegenüber ein wenig ab.
Die Top-Scorer im Pinguin-Frack sind „natürlich“ Jan Urbas (21 T 20 A = 41 P) und Ziga Jeglic (10 T 30 A = 40 P), nicht minderbedeutend sind zudem die beiden Torhüter Kristers Gudlevskis (GAA 1,90; 93,1%) und Maximilian Franzreb (GAA 2,21; 92,4%). Gegen die Löwen gab es für Bremerhaven in dieser Saison bisher drei recht eindeutige Siege (0:3, 1:7, 1:5).

Schwenninger Wild Wings: Schwäne im Sinkflug?
Auch Schwenningen verlor in den vergangenen Wochen einige Tabellenplätze. Fünf Niederlagen in Serie ließen die WildWings seit Ende Januar aus einer komfortablen (Pre)Play Off Position bis auf Platz 10 absinken. In der vergangenen Woche fing sich das Team von Head-Coach Steve Walker wieder und gewann zuhause gegen Köln und Wolfsburg, während sie in Straubing 0:2 unterlagen. Größter Schwachpunkt der WildWings ist ihr Powerplay, das mit nur 17,81% das zweitharmloseste der Liga ist. Generell ist die Offensive mit 142 Toren und den sechsmeisten Schüssen der Liga aber voll im Soll, was bei den WildWings vor allem auf das gute 5-gegen-5 Spiel zurückzuführen ist (Corsi% 51,16%). In Unterzahl liegt Schwenningen (80,12%) nur knapp hinter den Löwen (80,81%).
Topscorer bei den „Schwänen“ ist aktuell Tyson Spink (21 T, 21 A = 42 P). Die zwei bisherigen Saisonduelle in Frankfurt waren äußerst eng und wurden erst in der Verlängerung (für Schwenningen) bzw. im Shoot-Out (für die Löwen) entschieden.  In Schwenningen gewannen die WildWings souverän mit 7:3.

ERC Ingolstadt: Unangefochtener Primus
Mit acht Punkten Vorsprung thronen die Panther vor dem Auftakt in diese Woche an der Tabellenspitze der PENNY DEL. Beim Duell mit den Löwen am Sonntag könnten sie sich diesen Platz zum Play-Off-Viertelfinale also schon vorzeitig gesichert haben. Ingolstadts Dominanz in dieser (bisherigen) Saison wird -wenig verwunderlich- auch von zahlreichen Statistiken unterstrichen. Nach Bremerhaven stellen die Panther die beste Defensive der Liga (116 Gegentore), selbst wenn das Unterzahlspiel nur durchschnittlich ist (79,41%; Rang 8). Offensiv schießt kein Team mehr Tore als der ERCI (182), sowohl bei den Corsi-Werten (55,84%), im Puckbesitz (31,46%) wie auch den Torschüssen und der Schusseffizienz (11,82%) ist Ingolstadt je auf Rang 2 im Vergleich. Und dann wäre da auch noch die personelle Tiefe, die so in der Liga ihres gleichen sucht: Mit Alex Breton (19 T, 27 A = 46 P), Myles Powell (44 P), Kenny Agostino (41 P)  und Austen Keating (40 P) haben gleich vier Spieler 40 oder mehr Punkte erzielt, sieben weitere Akteure liegen bei über 20 Punkten. Einst war das Goalie-Duo (Michael Garteig und Devin Williams) noch so der einzig kleine „Schwachpunkt“ bei den Panthern. Die Verpflichtung von Christian Heljanko scheint aber auch diese „Baustelle“ behoben zu haben, denn der Finne gewann nicht nur alle seine drei bisherigen Partien, mit einem Gegentorschnitt von 1,67 und einer Fangquote von 93,2% war er ein ganz entscheidender Faktor.
Dennoch: Gegen die Löwen hatten die Panther dieses Jahr schon mehrfach ihre Schwierigkeiten: Zu Beginn der Saison gewannen sie mit 2:0, danach siegten die Löwen 3:2 (n.V.) und 5:3.

 

Löwen Frankfurt: Zum Glück keine „leichten Gegner“
Die Stimmung bei den Löwen zu beschreiben fällt aktuell nicht leicht. Im Grunde ist das Team (immernoch) voll im Soll und hat realistische Chancen sich für die erste Play-Off-Runde zu qualifizieren. Aber diverse Punktverluste gegen Teams außerhalb der Top-10 trüben die Laune, nicht nur bei den Fans. So sind die Löwen nun in Zugzwang: Zwei Punkte hinter Wolfsburg (aber Löwen mit einem Spiel weniger) und Schwenningen, drei Punkte hinter Nürnberg. Glücklicherweise“ warten nun vor allem „schwere Gegner“ auf die Löwen- denn gegen die überraschten die Jungs von Head-Coach Tom Rowe eher positiv.
Entscheidend für die Löwen dürfte vor allem werden, wer überhaupt auflaufen kann. Zuletzt fehlte den Löwen Defensiv-Anker Andy Welinski, Dennis Lobach und Kevin Bicker. Ob die drei am Mittwoch gegen Bremerhaven wieder fit sind, ist aktuell noch fraglich. Vor allem Welinskis Rückkehr wäre wichtig, da Daniel Wirt von der Liga ein Spiel gesperrt wurde und somit in Bremerhaven fehlen wird. Sicher ist außerdem der Ausfall von Jussi Olkinuora, der sich einer Schulter-Operation unterziehen muss und diese Saison nicht mehr für die Löwen auflaufen kann. Somit werden sich Thomas Greiss und Cody Brenner die kommenden Einsätze aufteilen. Wem Tome Rowe am Mittwoch den Vorzug geben wird, ließ der Head Coach zuletzt noch nicht durchblicken. Im Vergleich zum Spiel gegen Düsseldorf dürften auch die Offensiv-Formationen wieder etwas umgebaut werden, um dem Spiel der Löwen zu mehr Durchschlagskraft zu verhelfen. Entsprechend dürften sich die Löwen-Coaches über etwas mehr Auswahl durch weniger Spielerausfälle freuen.
Gleichzeitig bleibt keine Zeit zu lamentieren- und wer Tom Rowe kennt weiß, das er Ausreden ohnehin nicht zählen lässt. Zu einem Faktor können und sollen auch die Zuschauer in der NIX Eissporthalle werden. Die zuletzt stets grandiose Kulisse machte jedem Gegner das Leben im „Löwenkäfig“ schwer. Gerade in den nun anstehenden, und immens wichtigen Spielen kann genau dies zum entscheidenden Faktor werden. In diesem Sinne: Are you ready?